Teil eines Werkes 
11. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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Da blieben oft die Vorübergehenden ſtehen, ſtaun⸗ ten über die Pracht des Hauſes, über die reich gekleide⸗ ten Sklaven und über die Bequemlichkeiten, womit Alles verſehen war; aber wenn ſie dann den Scheik anſahen, wie er ſo ernſt und düſter unter den Palmen ſaß, ſein Auge nirgends hinwandte, als auf die bläulichen Wölk⸗ chen ſeiner Waſſerpfeife, da ſchüttelten ſie die Köpfe und ſprachen:Wahrlich; der reiche Mann iſt ein armer Mann. Er, der viel hat, iſt ärmer, als der nichts hat. Denn der Prophet hat ihm den Verſtand nicht gegeben, es zu genießen. So ſprachen die Leute, lach⸗ ten über ihn und gingen weiter.

Eines Abends, als der Scheik wiederum vor der Thüre ſeines Hauſes unter den Palmen ſaß, umgeben von allem Glanz der Erde, und traurig und einſam ſeine Waſſerpfeife rauchte, ſtanden nicht ferne davon einige junge Leute, betrachteten ihn und lachten.

Wahrlich, ſprach der Eine,das iſt ein thörich⸗ ter Mann, der Scheik Ali Banu. Hätte ich ſeine Schätze, ich wollte ſie anders anwenden. Alle Tage wollte ich leben herrlich und in Freuden. Meine Freunde müßten bei mir ſpeiſen in den großen Gemächern des Hauſes, und Jubel und Lachen müßten dieſe traurigen Hallen füllen.

Ja, erwiderte ein Anderer.Das wäre nicht ſo übel, aber viele Freunde zehren ein Gut auf, und wäre es ſo groß als das des Sultans, den der Prophet ſegne. Aber ſäße ich Abends ſo unter den Palmen auf dem ſchönen Platze hier, da müßten mir die Sklaven dort ſingen und muſiciren, meine Tänzer müßten kom⸗