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ihn nicht zu finden, und auf die kommende Nacht hatte ich eine Zuſammenkunft mit jenen kleineren Geiſtern verabredet, die als meine Diener die Welt durch⸗ ſtreifen.
Ich trat zu dieſem Zweck, als die Nacht einbrach, ins Coliſeum, denn dies war der Ort, wohin ich ſie beſchieden hatte. Noch war die Stunde nicht da, aber ich liebe es, in der Stille der Nacht auf den Trümmern einer großen Vorzeit meinen Gedanken über das Ge⸗ ſchlecht der Sterblichen nachzuhängen. Wie erhaben ſind die majeſtätiſchen Trümmer in einer ſchönen Mond⸗ nacht! Ich ſtieg hinab in den mittleren Raum. Aus dem blauen, unbewölkten Himmel blickte der Mond durch die gebrochenen Wölbungen der Bogen herein, und die hohen überwachſenen Mauern der Ruine warfen lange Schatten über die Arena. Dunkle Geſtalten ſchienen durch die verfallenen Gänge zu ſchweben, wenn ein leiſer Wind die Geſträuche bewegte, und ihren Schatten hin und wieder zog. Wo ſie ſchwebten, dieſe Schatten, da ſah man einſt ein fröhliches Volk, ſchöne Frauen, tapfere Männer und die ernſte, feier⸗ liche Pracht der kriegeriſchen Kaiſer. Geſchlecht um Ge⸗ ſchlecht iſt hinunter, dieſe Mauern allein überdauerten ihre Zeit, um durch ihre erhabenen Formen dieſe Sterblichen zu erinnern, wie unendlich größer der Sinn jenes Volkes war, das einſt ein Jahrtauſend vor ihnen, um dieſe Stätte lebte. Die ernſte Würde der Conſuln und des Senates, der kriegeriſche Prunk der Cäſaren und— dieſer römiſche Hof und dieſe Römer!


