Teil eines Werkes 
7. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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gen einer armen Seele. Der Teufel wollte ſie durchaus haben und hatte allerdings nach dem Maß ihrer Sün⸗ den das Recht dazu. Der Mönch aber wollte ſie in majorem dei gloriam für den Himmel zuſtutzen. Da ſchlug endlich der Satan vor, ſie wollen würfeln, wer die meiſten Augen mit drei Würfeln werfe, ſolle die Seele haben. Der Teufel warf zuerſt, und, wie er ein falſcher Spieler iſt, warf er achtzehn, er lachte den Franziskaner aus. Doch dieſer ließ ſich nicht irre ma⸗ chen. Er nahm die Würfel und warf neunzehn. Und die Seele war ſein.

Herr! das iſt erlogen, rief ich,wie kann er mit drei Würfeln neunzehn werfen?

Ei, wer fragt nach der Möglichkeit? Genug, er hats gethan, es war ein Wunder. Nun, kommet mor⸗ gen in mein Haus, lieber Sohn, wir wollen dann den Unterricht beginnen.

Er gab mir den Segen und wankte weiter.Nein, Freund Rocco! dachte ich.Eher bekomme ich Dich, als Du mich. Von Dir läßt ſich der Satan nicht über⸗ liſten. Es trieb mich jetzt, nach dem Hauſe des Ber⸗ liners zu gehen, den ich ſchwer verwundet verlaſſen hatte. Zu meiner großen Verwunderung ſagte man mir, er ſei ausgegangen und werde wohl vor Nacht nicht zurückkehren. So mußte ich den Gedanken aufgeben, heute noch zu erfahren, wie es ihm ergangen ſei, wie das Fräulein ſich befinde, ob er wohl Hoffnung habe, jetzt, da der Kapitän auf immer für ſie verloren ſei, ſie für ſich zu gewinnen. Es blieb mir keine Zeit, ihn heute noch zu ſehen, denn den Abend über wußte ich