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Der Mond war, während ich zu mir ſprach, her⸗ aufgekommen und ſtand jetzt gerade über dem Cireus. Ich ſah mich um, da gewahrte ich, daß ich nicht allein in den Ruinen ſei. Eine dunkle Geſtalt ſaß ſeitwärts auf dem gebrochenen Schaft einer Säule. Ich trat näher zu,— es war Otto von S=*. Ich war freudig erſtaunt, ihn zu ſehen. Ich warf mich ſchnell in den Herrn von Stobelberg, um mit ihm zu ſprechen. Ich redete ihn an und wünſchte ihm Glück, ihn 5 geſund zu ſehen., Er richtete ſich auf, der Mond beſchien ein ſehr bleiches Geſicht, weinende Augen blickten mich wehmüthig an, ſchweigend ſank er an meine Bruſt.
„Sie ſcheinen noch nicht ganz geheilt, Lieber!“ ſagte ich.„Sie ſind noch ſehr bleich, die Nachtluft wird Ihnen ſchaden!“
Er verneinte es mit dem Haupt, ohne zu ſprechen. Was war doch dem armen Jungen geſchehen, hatte er wohl von neuem einen Korb bekommen?„Nun, ein Mittel gibt es wohl, Sie gänzlich zu heilen,“ fuhr ich fort.„Jetzt ſteht Ihnen ja nichts mehr im Wege, jetzt wird ſie hoffentlich ſo ſpröde nicht mehr ſein. Ich will den Brautwerber machen. Sie müſſen Muthfaſſen, Luiſe wird Sie erhören, und dann ziehen Sie mit ihr aus dieſer unglücklichen Stadt, führen ſie nach Berlin zu der Tante. Wie werden ſich die äſthetiſchen Damen wundern, wenn Sie Ihre Novelle auf dieſe Art ſchließen, und die holde Erſcheinung aus den Lamen⸗ tationen perſönlich einführen!“
Er ſchwieg, er weinte ſtille.
„Oder wie! haben Sie etwa den Verſuch ſchon


