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67 verlaſſen, um dem unendlichen Gewäſch zu entfliehen, da ruhte der Doktor einen Augenblick aus, die Schnupf⸗ tücher wurden gebraucht, die Füße wurden in eine an⸗ dere Lage gebracht, die Federn ausgeſpritzt und neu beſchnitten— alles deutete darauf hin, daß jetzt ein Hauptſchlag geſchehen werde..
Und es war ſo. Der große Theologe, nachdem er die Meinungen Anderer aufgeführt und gehörig gewür⸗ digt hatte, begann jetzt mit Salbung und Würde ſeine eigene Meinung zu entwickeln.
Er ſagte, daß alle dieſe Erklärungen nichts taugen, indem ſie keinen paſſenden Sinn geben. Er wiſſe eine ganz andere und glaube ſich in dieſem Stück noch über Michaelis und Döoͤderlein ſtellen zu dürfen. Er leſe nämlich Saephael, und das bedeute Koth, Miſt und dergleichen. Der Teufel oder Beelzebub wäre alſo hier der Herr im Dreck, der Unreinliche, to pneuma akatharton, der Stinker genannt, wie denn auch im Volksglauben mit den Erſcheinungen des Satans ein gewiſſer unanſtändiger Geruch verbunden ſei.
Ich traute meinen Ohren kaum. Eine ſolche Sottiſe war mir noch nie vorgekommen. Ich war im Begriff, den orthodoxen Exegeten mit dem nämlichen Mittel zu bedienen, das einſt Doktor Luther, welcher gar keinen Spaß verſtand, an mir probirte, ihm nämlich das nächſte beſte Dintenfaß an den Kopf zu werfen; aber es fiel mir bei, wie ich mich noch beſſer an ihm rächen könnte, ich bezähmte meinen Zorn und ſchob meine Rache auf.
Der Doktor aber ſchlug im Bewußtſein ſeiner Würde das Heft zu, ſtand auf, bückte ſich nach allen Seiten


