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greiflichen Stillſchweigens des Theologen meine Bemer⸗ kungen weiter fortſetzen konnte, wurde die Thüre auf⸗ geriſſen, eine große, dürre Frau, mit der Röthe des Zorns auf den ſchmalen Wangen, ſtürzte herein.
„Nein, das iſt doch zu arg, Blaſius!“ ſchrie ſie, „der Küſter iſt da und ſucht Dich zum Abendmahl. Der Dekan ſteht ſchon vor dem Altar, und Du ſieckſt noch im Schlafrock!“
„Weiß Gott, meine Liebe,“ antwortete der Doktor gelaſſen,„das habe ich häßlich vergeſſen! Doch ſieh, einen Fuß hatte ich ſchon zum Dienſte des Herrn gerü⸗ ſtet, als mir ein Gedanke einfiel, der den Doktor Paulus weidlich ſchlagen muß.“
Ohne darauf zu achten, daß er ſich beinahe der letzten
Hülle beraube, wollte er eilfertig den Schlafrock her⸗ unterreißen, um auch ſein übriges Kadaver zum Dienſt des Herrn zu ſchmücken. Sein Eheweib aber ſtellte ſich mit einer ſchnellen Wendung vor ihn hin und zog die weiten Falten ihrer Kleider auseinander, daß vom Profeſſor nichts mehr ſichtbar war.
„Sie verzeihen, Herr Kandidat,“ ſprach ſie, ihre Wuth kaum unterdrückend.„Er iſt ſo im Amtseifer, daß Sie ihn entſchuldigen werden. Schenken Sie uns ein andermal das Vergnügen. Er mußjetzt in die Kirche.“
Ich ging ſchweigend nach meinem Hut und ließ den Ehemann unter den Händen ſeiner liebenswürdigen Pantippe.„Ein ſchöner Anfang in der Theologie!“ dachte ich, und die Luſt, die übrigen geiſtlichen Männer zu beſuchen, war mir gänzlich vergangen. Doch beſchloß ich, einige Vorleſungen mit anzuhören, was ich auch den Tag nachher ausführte.


