Teil eines Werkes 
6. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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Ich ſetzte die Einladung, ihn auf ſeinem Spazier⸗ gang zu begleiten, voraus und ſchritt in eben ſo gravi⸗ tätiſchen Schritten neben ihm her, indem ich aufmerkſam lauſchte, was ſein gelehrter Mund weiter vorbringen werde. Vergebens! Er grinste hie und da noch etwas Weniges, ſprach aber kein Wort weiter, wenigſtens ver⸗ ſtand ich nichts als die Worte:„Pfeife rauchen 2“ ich merkte, daß er mir höflich eine Pfeife anbiete, konnte aber keinen Gebrauch davon machen, denn er rauchte wahrhaftig eine gar zu ſchlechte Nummer.

Ich habe mir ſchon lange abgewöhnt, über irgend etwas in Verlegenheit zu gerathen, ſonſt hätte dieſes abſurde Schweigen des Profeſſors mich gänzlich außer Faſſung gebracht. So aber ging ich gemächlich neben ihm her, kehrte um, wenn er umkehrte, und zählte die Schritte, die ſein Zimmer in der Länge maß. Nachdem ich das alte Ameublement, die verſchiedenen Kleider und Wäſcherudera, die auf den Stühlen umherlagen, das wunderliche Chaos ſeines Arbeitstiſches gemuſtert hatte, wagte ich meine prüfenden Blicke an den Profeſ⸗ ſor ſelbſt. Sein Ausſehen war höchſt ſonderbar. Die Haare hingen ihm dünn und lang um die Glatze, die geſtrickte Schlafmütze hielt er unter dem Arm. Der Schlafrock war an dem Ellenbogen zerriſſen und hatte verſchiedene Löcher, die durch Unvorſichtigkeit hineinge⸗ brannt ſchienen. Das eine Bein war mit einem ſchwarz⸗ ſeidenen Strumpf, und der Fuß mit einem Schnallenſchuh bekleidet, das andere ſtak in einem weiten, abgelaufenen Filzpantoffel, und um das halb entblößte Bein hing ein gelblicher Socken. Ehe ich noch während des unbe⸗