Teil eines Werkes 
6. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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hing aber, weil der Studioſus die Koſten ſcheute, es ſcheeren zu laſſen, unordentlich um den Kopf; doch bemühte er ſich, ſolches oft mit fünf Fingern aus der Stirne zu friſiren. Sein Geſicht war ſchön, beſonders Naſe und Mund edel und fein geformt, das Auge hatte viel Ausdruck; aber welch ſonderbaren Eindruck machte es, das Geſicht war von der Sonne rothbraun angelaufen, ein großer Bart wucherte von den Schla⸗ fen bis zum Kinn herab, und um die feinen Lippen hing ein vom Bier gerötheter Henri IV.

Sein Mienenſpiel war ſchrecklich und lächerlich zu⸗ gleich, die Augenbraunen waren zuſammengezogen und bildeten düſtere Falten: das Auge blickte ſtreng und ſtolz um ſich her und maß jeden Gedanken mit einer Hoheit, einer Würde, die eines Königsſohnes würdig geweſen wäre.

Ueber die untern Partieen des Geſichtes, nament⸗ lich über das Kinn konnte ich nicht recht klug werden, denn ſie ſtaken in der Cravatte. Dieſem Kleidungs⸗ ſtück ſchien der junge Mann bei weitem mehr Sorg⸗ falt gewidmet zu haben, als dem übrigen Anzug; dieſe beiläufig einen halben Schuh Höhe meſſende Binde von ſchwarzer Seide zog ſich, ohne ein Fältchen zu werfen, von dem Kinn inclusive bis auf das Bruſt⸗ bein exclusive und bildete auf dieſe Art ein feines Mauerwerk, auf welchem der Kopf ruhte; ſeine Klei⸗ dung beſtand in einem weißgelben Rock, den er Flaus, in zärtlichen Augenblicken wohl auch Gottfried nannte, und welchem er von Speiſen und Getränken mittheilte; dieſer Gottfried Flaus reichte bis eine Spanne