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Kein Wunder, daß ich ſchon den erſten Abend hoͤf⸗ liche Geſellſchafter, den nächſten Morgen vertraute Freunde und am zweiten Abend Brüder auf Leben und Tod am Arm hatte. Man denkt vielleicht, ich über⸗ treibe; wäre ich Cavalier, ſo würde ich auf Ehre ver⸗ ſichern und„Hol mich der Teufel“ als Verſtärkungs⸗ partikel dazu ſetzen,(denn„Auf Ehre“ und„Hol mich der Teufel“ verhalten ſich zu einander, wie der Spiri⸗ tus lenis zum Spiritus aſper), in meiner Lage kann ich bloß meine Parole als Satan geben.
Es waren gute Jungen, die ich da fand. Es be⸗ gab ſich dies aber folgendermaßen: Man kann ſich denken, daß ich nicht unvorbereitet kam; wer die deut⸗ ſchen Univerſitäten nur entfernt kennt, weiß, daß ein an Sprache, Sitte, Kleidung und Denkungsart von der übrigen Welt ganz verſchiedenes Volk dort wohnt. Ich las des unſterblichen Herrn von Schmalz Werke über die Univerſitäten, Sands Altenſtücke, Haupt über Burſchenſchaften und Landsmannſchaften ꝛc., ward aber noch nicht recht klug daraus und merkte, daß mir noch Manches abging. Der Zufall half mir aus der Noth. Ich nahm in F. eine Retourchaiſe; mein Ge⸗ ſellſchafter war ein alter Student, der ſeit acht Jahren ſich auf die Medicin legte. Er hatte das Savoir vivre eines alten Burſchen, und ich befliß mich, in den ſechs Stunden, die ich mit ihm der Muſenſtadt zufuhr, an ihm meine Rolle zu ſtudiren.
Es war ein großer wohlgewachſener Mann von vier bis fünfundzwanzig Jahren, ſein Haar war dunkel und mochte früher nach heutiger Methode zugeſchnitten ſein,
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