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großen Herbſtfeierlichkeit Schuld, welche in Worms gehalten werde. Sie ſeien alle, ſogar der moroſe Okono⸗ mierath, dorthin gereist; ihn ſelbſt aber rufen ſeine Geſchäfte den Rhein hinab. 4
Die Zufälle der Trübenau und der ſchönen Roſalie maß er dem ſtarken Punſch bei und freute ſich, durch Liebhaberei gerade ſo viele medieiniſche Kenntniſſe zu beſitzen, um bei ſolchen kleinen Zufällen helfen zu können.
Wir hörten den Wagen vorfahren, der Kellner mel⸗ dete dies und brachte von dem dankbaren Hotel eine Flaſche des älteſten Rheinweins. Natas hatte ſie ver⸗ dient, denn wahrlich, nur er hatte uns ſo lange hier gefeſſelt.
„Sie ſind Schriftſteller, lieber Doktor?“ fragte er mich, während wir den narkotiſch duftenden Abſchieds⸗ trunk ausſchlürften.
„Wer pfuſcht nicht heutzutage etwas in die Litera⸗ tur?“ antwortete ich ihm.„Ich habe mich früher als Dichter verſucht, aber ich ſah bald genug ein, daß ich nicht für die Unſterblichkeit ſinge. Ich griff daher einige Töne tiefer und überſetzte unſterbliche Werke fremder Nationen fürs liebe deutſche Publikum.“
Er lobte meine beſcheidene Reſignation, wie er es nannte, und fragte mich, ob ich mich entſchließen könnte, die Memoiren eines berühmten Mannes, die bis jetzt nur im Manuſeript vorhanden ſeien, zu überſetzen? „Vorausgeſetzt, daß Sie dechiffriren können, iſt es eine leichte Arbeit für Sie, da ich Ihnen den Schlüſſel dazu geben würde, und das Manuſeript im Hochdeutſchen abgefaßt iſt.“ 3


