39 was es aber geweſen ſein mochte, konnte ich mich nicht erinnern.
Sollte Natas mir Aufſchluß geben können? Doch, wenn ich recht nachſann, mit Natas war etwas vorge⸗ fallen. Der Profeſſor ſchwankte in meiner Erinnerung umher; am beſten däuchte mir, zu Natas zu gehen und ihn um die Urſache des ſchnellen Aufbruchs zu befragen.
Ich warf mich in die Kleider, und ehe ich noch ganz mit der kurzen Toilette fertig war, brachte mir ein Lohnlakai folgendes Billet:
„Ew. Wohlgeboren würden mich unendlich verbin⸗ den, wenn Sie vor meiner Abreiſe von hier, die auf den Mittag feſtgeſetzt iſt, mich noch einmal beſuchen wollten.
v. Natas.“
Neugierig folgte ich dieſem Ruf und traf den Freund reiſefertig zwiſchen Koffern und Käſtchen ſtehen. Er kam mir mit ſeiner gewinnenden Freundlichkeit entgegen, doch genirte mich ein unverkennbarer Zug von Jronie, der heute um ſeinen Mund ſpielte und den ich ſonſt nie an ihm bemerkt hatte.
Er lachte mich aus, daß ich mich vor den Damen als ſchwachen Trinker ausgewieſen und einen Haar⸗ beutel mir umgeſchnallt habe, erzählte mir, daß ich ſelig entſchlafen ſei und fragte mich mit einem lauernden Blick, was ich noch von geſtern Nacht wiſſe?
Ich theilte ihm meine verworrenen Erinnerungen mit, er belachte ſie herzlich und nannte ſie Ausgeburten einer kranken Phantaſie.
Die Abreiſe der ganzen Geſellſchaft gah er einer


