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Direktor an die Gendarmen.„Bewacht ihn gut! Er ſcheint mir ein ſchlauer und verſtockter Böſewicht zu ſein.“
„Aber was hat er begangen?“ fragte Leonhard ganz beſtürzt, da er ſich die Verhaftung Vincenz's gar nicht erklären konnte.
„Wir werden ſehen, kommen Sie nur,“ erwiederte der Direktor.„In ſeinen Papieren wird ſich Auf⸗ klärung genug finden, vermuthe ich. Wo iſt ſein Zimmer?«
Leonhard führte die Herren dahin, dieſelben unter⸗ ſuchten alle vorhandenen Bücher und Papiere, und fanden da allerdings Vieles, wovon ſich Leonhard nichts hatte träumen laſſen. Zuerſt einmal einen faſt voll⸗ ſtändigen Bericht an die Feuer⸗Aſſekuranz, worin Leon⸗ hard des Betruges beſchuldigt wurde.
„Gut für Sie, daß Sie ſelbſt Ihren Fehler einge⸗ ſtanden,“ ſagte der Direktor.„Die Reue trägt ihre gute Frucht! Dieſer Bericht hätte Sie verderben müſſen, wäre er vor Ihren Geſtändniſſen in unſere Hände ge⸗ kommen. Aber weiter!“«
Des weiteren fanden ſich die Nachweiſe über be⸗ deutende Geldſummen, welche Vincenz betrügeriſcher Weiſe auf die Seite gebracht hatte, und zugleich die Angabe, wo ſie aufbewahrt wurden.
„Sehen Sie, ſehen Sie, Ihr guter Freund hätte Sie erſt hübſch übervortheilt und dann in's Verderben geſtürzt, um Sie für immer los zu werden,“ ſagte der Direktor.„Aber hier ſind Beweiſe genug gegen ihn und er iſt vollkommen reif für das Zuchthaus. Ja, ja, es ahnte mir geſtern ſchon, daß dieſer Vincenz Sie nur benutzt und zu allen Vergehen verleitet hat, um nachher im Trüben fiſchen und ſich den Nutzen Ihres


