Im Galopp legte er die Strecke nach der Stadt zurück, hielt vor dem Gebäude an, wo die Feuer⸗Aſſe⸗ curanz ihre Geſchäftsräume hatte, ſprang von dem dampfenden Roſſe, band den Zügel am Eingange feſt, und trat in das Haus. Zufällig begegnete ihm auf dem Flur der Agent, welcher damals die Verſicherung der Mühle angenommen hatte, und raſch trat er auf ihn zu.
„Ich muß den Direktor ſprechen,“ ſagte er,— „ſogleich.« 3
„Den Direktor? Was haben Sie mit ihm noch zu ſchaffen?« entgegnete der Agent kalt.„Sie ſind befrie⸗ digt worden, ſo viel ich weiß.“
„Gleichviel, ich muß ihn ſprechen, ohne Verzug,“ wiederholte Leonhard dringend.„Ich habe Eröffnun⸗ gen von großer Wichtigkeit zu machen.“
Der Agent ſah ihn mit einem prüfenden Blicke an, und das aufgeregte Weſen Leonhards konnte von ihm nicht unbemerkt bleiben.
„So kommen Sie denn,“ ſagte er.„Der Direktor iſt grade allein, und wird Ihren Beſuch wohl an⸗ nehmen.“
Zwei Minuten ſpäter ſtand Leonhard vor einem würdigen, mild und ruhig ausſehenden Mann, welcher ihm von dem Agenten als der Direktor der Verſiche⸗ rungs⸗Geſellſchaft vorgeſtellt war.
„Sie ſcheinen bewegt,«— ſagte derſelbe gütig zu ihm.„Faſſen Sie ſich! Wenn Sie irgend Anſprüche an uns haben, ſo ſollen ſie geprüft und der Gerechtig⸗ keit gemäß befriedigt werden.“— 3
Leonhard konnte nicht ſprechen. Thränen entſtürzten ſeinen Augen, und er ſchluchzte krampfhaft. Der Di⸗
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