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Der Brand-Müller : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
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und mit Freuden gebe ich Alles hin, wenn ich mir nur

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den Frieden der Seele dafür wieder erkaufen kann.

Du wirſt ihn wiederfinden, denn Gott iſt mit dem Reuigen, und den Sünder, der Buße thut, von gan⸗ zem Herzen, nimmt Er gnädig auf in Seine Vater⸗ Arme! ſprach Mar⸗Lene feierlich.Säume denn nicht, mein Sohn, und fürchte nicht den irdiſchen Richter und die irdiſche Strafe. Leicht wird ſie dir zu tragen ſein mit dem Bewußtſein, daß dir droben Vergebung zu Theil wird.

Aber Vincenz?« fagte Leonhard erſchreckend und zitternd.Wenn ich mich angebe, ſo verrathe ich auch ihn, und das möchte ich nicht thun, wie unredlich er auch an mir gehandelt hat.

Du brauchſt nichts zu verrathen, erwiederte die alte Frau ruhig.Auch iſt er klug genug zu Werke

gegangen, ſo daß Niemand ihm etwas Unrechtes beweiſen

kann. Du weißt ja, Leonhard, daß auf mir der Ver⸗ dacht ruhet, als ob ich durch Unvorſichtigkeit das Feuer veranlaßt hätte. Wenigſtens das Gericht hat dies an⸗ genommen, was auch die Leute darüber denken mögen. Ueberlaß Vincenz der Gerechtigkeit des Himmels. Du aber, zögere nicht, zurück zu erſtatten, was nicht dein iſt. Unrechtes Gut bringt keinen Segen.

»Ich will es thun, noch in dieſer Stunde, ſagte Leonhard.Nichts wird mich davon zurückhalten.

So geh', mein Sohn, und Gott ſei mit dir!« ſprach Mar⸗Lene feierlich.»Was erfolgen möge, trag'

es in Geduld, denn du haſt geſuͤndigt und Sünde will gebüßt werden.«

Sie legte ſegnend die zitternden Hände auf ſein Haupt. Leonhard kniete vor ihr und betete ſtill um

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