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tönig und unaufhörlich vor ſich hin;—„die Sünde iſt der Leute Verderben! Die Sünde, die Sünde!“
Er fand keinen Augenblick Schlaf und keine Ruhe in dieſer Nacht.
Fünſtes Kapitel. Buße und Strafe.
Auch am anderen Morgen fand er keine Ruhe, der unglückliche Leonhard. Um, und um trieb es ihn, in die Mühle, in die Scheuern, in die Ställe, in den Garten, hinaus auf die Wieſen und in den Wald, wieder heim, wieder hinaus. Wie der ſcharfe Sporn das Pferd, ſo ſpornte ihn der Stachel ſeines Gewiſ⸗ ſens, und goͤnnte ihm an keinem Orte nur eine kurze Pauſe der Erholung.
Die alte Mar⸗Lene fiel ihm wieder ein. Sie hatte ihn ſo dringend gebeten, mit ihr zu gehen auf ihr Stübchen, ihr ſein Herz zu eröffnen, ihr Alles zu ſa⸗ gen, was ihn bedrängte. Er ſelber ſchmachtete mit ſei⸗ ner ganzen Seele danach, einem treuen Herzen einmal die ganze Qual ſeines Inneren aufzudecken, und den Balſam eines tröſtreichen Zuſpruches zu empfangen.
Seine alte Wärterin war ihm immer wie eine Mutter
geweſen, ſie hatte ein zärtliches Herz für ihn, ſie war klug,— es drängte ihn zu ihr, er wollte ihr Alles, Alles ſagen, und dann wollte er thun, was ſie ihm


