Als die Bauern von baarem Gelde hörten, hellten ſich ihre Geſichter etwas auf. 8
„Tauſend Wispel? Ihr ſpaßt wohl nur, Wildbach⸗ Müller,“ ſagte Steffen, der vorhin am ärgſten über Leonhard losgezogen hatte, jetzt ganz zuthulich und freundlich.
„In Geſchäften mache ich keinen Spaß,“ antwor⸗ tete Leonhard kalt.„Es iſt mein Ernſt. Tauſend Wispel bis ultimo October, und Ihr könnt es einem Jeden ſagen, der etwa Luſt an mich zu verkaufe hat.“—
„Aber in Eurer Oel⸗Mühle habt Ihr ja wohl nie mehr, als alle Jahre etwa ein fünfzig Wispel geſchla⸗ gen!“ ſagte Görge.„Ich weiß das noch von Eurem Vater ſelig.“
„Wer ſpricht davon, daß ich ſelber die tauſend Wispel ſchlagen will?« erwiederte Leonhard.„Und übrigens, was geht es Euch an, was ich mit der Waare mache? Kurz und gut,— wollt Ihr an mich verkaufen oder nicht?«
»Nun, es kommt auf den Preis an,“ ſagte Stef⸗ fen bedachlig.„Was gebt Ihr für den Wispel, Mül⸗ er 2*
„Einen Thaler mehr, als den heutigen Marktpreis, nun beſinnt Euch aber auch nicht mehr lange,« ant⸗ wortete Leonhard.
Die Bauern ſpitzten die Ohren und horchten hoch auf.
„Iſt das Euer Ernſt?« fragten Zweie zugleich.
»„Ich will es Euch ſchriftlich geben, wenn Ihr mir nicht glauben wollt,« erwiederte Leonhard. 3 »Nun Topp, meine Erndte ſollt Ihr bekommen!«


