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Der Brand-Müller : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Eure ganze Rüb⸗Saat⸗Erndte, die noch außen auf den Feldern ſteht, ſagte der Wildbach⸗Müller leichthin.

Der Schulze und die Bauern ſtutzten und ſahen einander mit zweifelhaften Blicken an, als ob ſie ihren Ohren nicht recht trauen könnten.

Aber ich meine,« nahm der Schulze nach einer kleinen Pauſe wieder das Wort,ich ſollte meinen, Wildbach⸗Müller, Ihr müßtet für Euren Bedarf ſelber genug Saat haben.

»Es handelt ſich hier nicht um meinen kleinen Be⸗ darf, erwiederte der Müller.Es ſind jetzt die alten Zeiten nicht mehr, wo der Müller noch eben nur der Müller war, für andere Leute mahlte und Oel ſchlug, und den kargen Lohn dafür einſtrich. Das Geſchäft muß in jetziger Zeit mehr im Großen und kaufmänniſch betrieben werden. So nur läßt ſich ein Schlag machen. Ihr verſteht das freilich nicht, aber Unſereins kommt in die Stadt und unter die Leute, man hört, man ſieht, man rechnet, und kurz und gut, was wollt Ihr für Eure Rübſen⸗Erndte haben, Herr. Schulze?

Ich verkaufe nicht auf dem Stengel! Gott ſei Dank, ich hab' es nicht nöthig,« entgegnete der Schulze. Fragt nächſten Winter wieder nach, dann ſollt Ihr

meinen Preis hören.«

Und Ihr, Görge, und Ihr, Steffen,« wendete ſich Leonhard an die Bauern.»Weiſet Ihr auch ein gutes Geſchäft kurzweg von der Hand? Ich brauche tauſend Wispel Saat bis nächſten letzten October. Wieviel könnt Ihr mir liefern? Ich zahle einen guten Preis, baar nach Ablieferung der Waare.«

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