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Der Brand-Müller : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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ließ ſich einmal eine Flaſche geben, ein Einheimiſcher gewiß nie.

Leonhard und Vincenz kümmerten ſich aber blutwe⸗ nig um die verwunderten Geſichter, die mißbilligend ihnen zugekehrt waren; Leonhard bemerkte ſie wohl gar nicht, denn er blickte nachdenklich in's Blaue hinein, und Vincenz beantwortete ſie nur mit einem höhniſchen, verächtlichen Zucken der Mundwinkel. Päötzlich wen⸗ dete ſich Leonhard dem Tiſche zu, wo die Bauern ſaßen und redete den Schulzen an.

Herr Schulze, ſagte er,ich hätte ein Wort mit Euch zu ſprechen.

Der Schulze horchte auf.Was wäre das?« fragte er.Wir haben ja ſonſt wenig Gemeinſchaft mit einander.

Handel und Wandel fragt weder nach Freund⸗ ſchaft noch nach Gemeinſchaft, warf Vincenz kurz hin.

Ja, ja, ſo iſt es,« fiel der Wildbach⸗Müller ein.Ich möchte einen Handel mit Euch abſchließen, Herr Schulze! Und auch mit den anderen Herren da, wenn's ihnen recht wäre. Deswegen ſind wir herge⸗. kommen.

Hm! Wenn der Handel darnach iſt warum nicht? antwortete der Schulze.Ihr wollt doch nicht etwa die Wildbach⸗Mühle verkaufen, Leonhard, auf der Eure Väter ſchon ſo lange Jahre ſo recht im Gönnen und Vollen geſeſſen haben?«

»Sollte mir einfallen!« rief Leonhard mit einer ſtolzen, wegwerfenden Bewegung der Hand.Ich will nichts verkaufen, ich will einkaufen.«

Die Bauern horchten hoch auf.»Und wase fragte der Schulze geſpannt.