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»Müßiggang iſt aller Laſter Anfang,“ ſagte der Dorf⸗Schulze nachdrücklich;„ich habe es dem Leonhard vorgeſtellt, und ihm dreiſt meine Meinung vorgehalten, denn wir ſind Vettern von Großvaters Seite her, nd darum brauch' ich kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Ich hab' ihm geſagt, wenn Ihr es ſo forttreibt, Leonhard, wie Ihr's das Jahr her getrieben, ſo nimmt es mit Euch ein ſchlechtes Ende. Ein rechter Mann muß ſich um ſein Hausweſen kümmern, denn des Herrn Auge dünget den Acker. Ihr aber überlaßt
Alles dem Vincenz, der nicht beſſer iſt, als er ſein ſollte, und in der Mühle den Herrn ſpielt, während Ihr in der Stadt ein luſtiges Leben führt. Daraus kann nichts Gutes entſtehen.“
„»Und was ſprach er darauf?« fragte Einer von den Bauern.
„»Nun, viel juſt nicht,“ erwiederte der Schulze.„Er wurde beinahe och grob, und meinte, er ſei mündig und da habe er über ſein Thun keinem Menſchen Rechenſchaft zu geben. Jeder ſolle in ſeinen eigenen Topf gucken, ihn aber ungeſchoren laſſen, und was ſo der ungewaſchenen Redensarten mehr waren. Nun, mich ſoll's weiter nicht kümmern, ich habe ihm meine Meinung geſagt, und er mag thun und treiben, wozu er Luſt hat. Aber dabei bleib' ich, Müßiggang iſt aller Laſter Anfang, und an dem Leonhard werden wir noch etwas erleben!“«.
»Ja freilich, wie ſein braver ſeliger Vater iſt er nicht,“ ſagte der Bauer Steffen kopfſchüttelnd.„Was ich geſtern in der Stadt geſehen und gehoͤrt habe, hat mir nicht ſonderlich gefallen.«.
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