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hinter ihm und der ältere, bedächtige John ſah ſich gezwungen, gegen ſeine beſſere Ueberzeugung den jüngeren, voraneilenden Geſchwiſtern zu folgen. Das Glück ſchien auch anfänglich die kühnen Wagehälſe zu begünſtigen. Eine geraume Zeit verlief der Weg wieder hinlänglich breit und bequem, ſo daß die Reiſenden denſelben ohne beſondere Schwierigkeiten länger als eine halbe Meile fortſetzen konnten. Schon
überließen ſie ſich der angenehmen Hoffnung, in dieſer Richtung die
Hauptſtraße wieder zu gewinnen; doch dieſe Erwartung täuſchte ſie ſchadenfroh. Plötzlich endete der tückiſche Weg in der Nähe einer Schlucht, welche einem vorhandenen Waldbach zum Bette gedient haben mochte. Vergebens ſpähten die Wanderer in die Nähe und Ferne. Erſt nach langem, vergeblichen Suchen entdeckten ſie einen ſchmalen Fußpfad, der nur zur Noth einem einzelnen kühnen Reiter geſtattete, durch ein Labyrinth von ſtachligen Hecken und wucherndem Geſtrüppe vorzudringen. Unmöglich konnten die Brüder die zartere Schweſter den Beſchwerden und ſelbſt Gefahren eines ſolches Weges ausſctzen. Nach einer kurzen Berathung entſchloß ſich John, den vorhandenen Pfad zu verfolgen, der nach ſeiner Meinung zu irgend einer menſch⸗ lichen Wohnung, einer Köhlerhütte oder einem einſam gelegenen Jäger⸗ hauſe führen mußte. Dort hoffte er einen Führer durch dieſe ver⸗
wirrende Wildniß zu finden. Einſtweilen ſollte Thomas bei der
Schweſter zum Schutze bleiben und dieſelbe unter keiner Bedingung verlaſſen. Wiederholt ſchärfte der ältere Bruder dem vorſchnellen Jüngling dieſe Mahnung ein, ehe er ſich, von den Wünſchen der Ge⸗ ſchwiſter begleitet, entfernte.
Dieſe blieben mit ihren Pferden in der Nähe der Schlucht zurück, welche ihnen einen keineswegs einladenden Anblick darbot. Die Spuren der Verwüſtung, die der angeſchwollene Waldbach im Beginn jedes Frühlings verurſachte, waren noch ringsumher ſichtbar. Weit und breit zeigte ſich die Gegend unfruchtbar und verſandet, mit den Trüm⸗ mern des Geſteins bedeckt, das die wilde Fluth von den höher gelege⸗ nen Bergen abgeſpült hatte. Zwiſchen dieſem Gerölle ſprießte nur kümmerlich verkommenes Gras und dürftiges Haidekraut. Spärlich und vereinzelt ſtanden einige verkrüppelte Tannen und ärmliche Fich⸗
ten. Das tückiſche Waſſer hatte die Wurzeln bloßgelegt und ſchwan⸗ kend erwarteten die Bäume ihren Sturz von jedem heftigeren Wind⸗
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