116
Glückes Schmied,— ſie haben ſich ihre Ketten ge⸗ ſchmiedet!«
„Aber du, mein Sohn, du? Bedauerſt du nicht ihr ſchreckliches Loos?“« fragte die Mutter, erſchreckt über die unbeugſame Härte des rothen Mannes.
„Ich verzeihe ihnen, was ſie mir Boͤſes zugefügt,« erwiederte Paul mit ruhiger Stimme.„Aber, wie Hualpa muß ich ſagen: Sie haben ihr Schickſal ver⸗ dient!«
„Gewiß, Jedem das Seine!“ ſprach Mr. Wilſon. „Wäaͤren ſie nur halb ſo treu und rechtſchaffen geweſen, als unſer Freund Paul, hätten ſie wenigſtens nicht nach ſeinem Leben getrachtet, ſondern hätten offen ihre Ver⸗ gehungen geſtanden und einige Reue gezeigt,— ich würde ſie dann entlaſſen und nicht weiter mit der Strenge der Gerechtigkeit verfolgt haben! Aber Ein Verbrechen auf das Andere zu häufen, zu morden, um ungeſtört mich weiter betrügen und berauben zu können, — das iſt zu viel. Ihnen geſchieht nach ihren Tha⸗ ten! Wohl hat unſer alter Freund Lorenz recht, wenn er ſagt, Jeder ſei ſeines Glückes Schmied. Da iſt Paul! Er iſt vor die rechte Schmiede gegangen, und hat wacker geſchmiedet. Wie die Arbeit, ſo der Lohn! Erzähle nur weiter, Paul! Als wir durch das Erſchei⸗ nen der Böſewichter unterbrochen wurden, wareſt du
eben bei deiner Befreiung durch Hualpa aus dem Schachte, und ich ſehe deiner guten Mutter an, daß ſie
gern noch das Weitere hören möchte.«
„Ja, gewiß, mein Sohn!“ ſagte Frau Arnold, in⸗ dem ſie, wie auch die Uebrigen, wieder auf ihren Platz zurückkehrte.„Du haſt uns noch nicht Alles mitgetheilt. Wie kam es, daß du ſo im rechten Augenblicke durch


