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lich vernahm, zwiſchen Rivero und dem neuen Ankömm⸗ linge am Rande ſeines Grabes, ohne Zweifel mit tödt⸗ licher Erbitterung, entſponnen hatte. Jetzt noch ein Schrei, ein Stöhnen, ein ſchwerer Fall,— und Alles ſchien vorüber. Gott im Himmel— wer war Sicgger geblieben in dem fürchterlichen Kampfe? Der ſchreckliche Zweifel ſollte nicht lange das hör⸗ bar pochende Herz des armen Paul beunruhigen. „Nur einen Augenblick Geduld noch, mein Bruder!“ rief die Stimme des neuen Ankömmlings ihm zu.„Der Verräther, der Mörder liegt zu Boden, und ich ſuche nur das Grubenlicht, das ihm entfallen iſt. Ha, hier iſt es!«. „Aber du, mein Freund, mein Erretter, wer biſt du?« fragte Paul mit zitternder Stimme, indem das Entzücken über die ihm ſo unerwartet zu Theil gewor⸗ dene Hülfe ihm faſt den Athem raubte. 1
„Du wirſt es ſehen, mein Bruder!“ antwortete die Stimme.„Nur noch kurze Geduld!“
Ein heller Lichtſchein ſchimmerte plötzlich durch die Finſterniß. Das Grubenlicht brannte wieder hell, und über den Rand des Stollens hinweg lehnte ſich, hell beſchienen von der Flamme des Lichtes, das ausdrucks⸗ volle, tief gebräunte Geſicht eines ungen Indianers.
„Hualpa!“ rief Paul aus.„Vater im Himmel, welch ein ſegensreiches Geſchick brachte dich zu meiner Rettung hieher?«
»Du ſollſt Alles hoͤren, mein Bruder!“ entgegnete Hualpa.„Aber erſt mußt du wieder frei ſein. Er⸗ greife dieſes Seil, binde es dir feſt um Bruſt und Schul⸗ tern, und ich werde dich aus deinem Grabe ziehen.“


