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Jeder ist seines Glückes Schmied : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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ſchwachen Scheine des Grubenlichtes: ach, er konnte nicht zweifeln, es war ſein Brief, der Brief an Mr. Wilſon, und in ſeinen Schrei des Entſetzens miſchte ſich die Hohnlache Rivero's, der voll boshafter Scha⸗ denfreude ſeinen ſchrecklichen Triumph feierte.

Stirb, Knabe! rief er.Du ſiehſt wohl, für dich hat dein Gott ſelbſt keine Rettung mehr! Du haſt dein Glück geſchmiedet, genieße es denn ungeſtört, du wacke⸗ rer Schmied!

Erbarmen!« ſchrie Paul verzweiflungsvoll aus der Tiefe ſeines Grabes.Erbarmen! Um Gottes Barm⸗ herzigkeit willen, laß mich nicht ſo umkommen, Rivero!«

»Kein Erbarmen! rief der Mayordomo, ungerührt von den Schmerzenslauten des Unglücklichen, zurück du haſt, was du dir ſchmiedeteſt! Kein Erbarmen!«

Und Rivero trat von dem Rande des Schachtes zurück, ſeine Geſtalt, ſein häßliches Geſicht verſchwand, und Paul ſtieß einen zweiten Schrei der Verzweiflung aus.Kein Erbarmen! O Gott, kein Erbarmen!« rief er, während der Schimmer des Grubenlichtes nur noch matt in ſein Grab fiel.

»Nein, beim Himmel, kein Erbarmen mit dem Elen⸗ den!« ſprach plötzlich mit Donnerſtimme eine fremde dunkle Geſtalt, die ſich hoch hinter Rivero aufrichtete, und mit dem ſchnellen und ſicheren Griffe eines Raub⸗ vogels den Nacken des Böſewichtes umklammerte. Ein gellendes Kreiſchen des Entſetzens zeterte lange nach⸗ hallend durch die unterirdiſchen Gänge und Gewölbe des Schachtes. Dann erfolgte ein dumpfes, halb er⸗ ſticktes Stöhnen, das Grubenlicht erloſch, und einige Augenblicke hindurch ſchwebte Paul in tödtlicher Angſt über den Ausgang des Kampfes, der ſich, wie er deut⸗