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Jeder ist seines Glückes Schmied : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Sicherheit willen, damit du nicht ausplauderſt, was mir einige Verlegenheiten bereiten könnte. Alles Uebrige kümmert mich nicht, am wenigſten dein Ende da unten. Aber einen guten Rath will ich dir noch geben, aus Mitleid mit deiner Jugend und Unſchuld. Siehſt du, Kind, das Verhungern iſt ein langſamer, ſchmerzlicher, elender Tod! Ich würde vorziehen, mir den Kopf an den harten Erzwänden zu zerſchmettern. Das thut freilich ein bischen weh, aber es iſt dann auch um ſo eher vorbei. Folge meinem Rathe, Söhnchen, denn ſiehſt du, etwas Anderes wird dir kaum übrig bleiben.

Nein, Elender, gab Paul mit gepreßter Stimme zur Antwort,Gott kann nicht wollen, daß ich ein ſo entſetzliches Ende nehme, da ich nur nach Seinen heiligen Geboten handelte. Hüte dich! Mr. Wilſon weiß Alles! Ich habe ihm geſchrieben, ihm alle Eure Betrügereien aufgedeckt, er wird hierher eilen, mich ver⸗ miſſen, Euer ſchändlicher Mord wird an's Tageslicht kommen, und dann, dann bin ich es, der wiederum ſa⸗ gen wird: Jeder iſt ſeines Glückes Schmied!«

3 Ein lautes Hohnlachen ſchallte in das tiefe Grab des unglücklichen Paul hinab.Schmeichlé dir nicht mit ſolchen Hoffnungen!« entgegnete Rivero.Du glaubſt, der alte Wilſon wiſſe Alles? Nichts weiß er, und nie wird dein Brief in ſeine Hände kommen. Fange ihn auf, mein Söhnchen! Da iſt er! Betrachte ihn ge⸗ nau! Und nun trag' ihn auf's Poſtamt, wenn du willſt!«

Ein weißes Blatt flatterte, wie eine weiße Taube, zwiſchen den feuchten Wänden in die Tiefe des Schach⸗ tes hinunter; Paul griff danach mit beiden Händen fing es auf befühlte, betaſtete, betrachtete es bei dem