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Jeder ist seines Glückes Schmied : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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»Sieh' mich an, und dann frage noch einmal, ob es ein Freund iſt, der dich beſucht!« entgegnete höh⸗ niſch eine Stimme, die dem armen Paul nur zu be⸗ kannt war, und ein tückiſch verzerrtes Geſicht mit vor Schadenfreude funkelnden Augen, hell von einem Gru⸗ benlichte beſchienen, beugte ſich über den oberen Rand des Schachtes in die finſtere Tiefe hinab.

»Rivero!« rief Paul aus.Elender, deine Hand alſo war es, die mich in dieſes Grab geſtoßen hat?«

»Recht gerathen! Meine Hand durch die Hände meiner Helfershelfer, drei wackerer Zambo's, die ver⸗ ſchwiegener ſind, als dieſe Wände von Erz, welche dich einſchließen,« entgegnete Rivero.

Und was verlangſt du jetzt von mir?« fragte Paul. Biſt du nur gekommen, um dich am Anblicke meines Unglücks zu weiden?

»Nicht allein darum, ſondern auch, um dich wiſſen zu laſſen, was du noch zu erwarten und zu hoffen haſt,« antwortete der Mayordomo.Siehſt du, mein Sohn, ein Jeder iſt ſeines Glückes Schmied, wie du zu Sen⸗ nor Don Ugarto ſagteſt, als er dir die großmüthigſten Anerbietungen machte. Du haſt dein Glück ſehr gut geſchmiedet, du ſitzeſt mitten zwiſchen Silbererzen, und kein König kann ſich eines koſtbareren Sarges rühmen, als nach einigen Tagen, wenn du verhungert biſt, der deinige ſein wird.

»Verhungern! rief Paul entſetzt aus.Du willſt mich wirklich verhungern, langſam verſchmachten und hinſterben laſſen?«

Ja, mein Söͤhnchen, gerade das will ich,« erwie⸗ derte Rivero.Siehſt du, das iſt kein Mord. Ich tödte dich nicht, ich ſperre dich nur ein, meiner