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Jeder ist seines Glückes Schmied : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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erleuchteten Fenſtern vor ihm lagen und gaſtfreundlich zu winken ſchienen. Bevor er ſie erreichte, mußte er aber an einer verfallenen Hütte vorüber, die längſt nicht mehr bewohnt wurde, ſeit die Silbergrube verlaſſen war, zu welcher ſie in früherer Zeit als Zugang ge⸗ dient hatte. Er wollte raſch daran vorbei eilen, trat aber kaum in den Bereich derſelben, als plötzlich drei finſtere Geſtalten aus dem tiefen Schatten ihrer Mauern auftauchten, und ohne Laut, ſchweigſam, wie der ſchlei⸗ chende Panther der Wälder, über ihn herſtürzten. Ehe Paul Zeit gewann, eine Piſtole zu ziehen, oder nur einen Schrei um Hülfe auszuſtoßen, wurde er nieder⸗ geriſſen, ſeiner Waffen beraubt, geknebelt und in die Hütte geſchleppt. Man trug ihn wehrlos davon. Das Innere der Hütte war dunkel, aber man hielt ſich nur wenige Augenblicke, daß heißt nur ſo lange hier auf, um eine Thür zu öffnen, welche in einen feuchten Gang, einen alten Stollen, führte, der früher zum Befahren der verlaſſenen Silbergrube gedient haben mochte. Auch hier war kein Licht, aber die Banditen, welche Paul überfallen hatten, ſchienen ganz genau Beſcheid zu wiſ⸗ ſen. Sie ſchleiften ihn mit ſich fort, etwa zweihundert Schritte weit, legten ihn dann auf den Boden, ſchlan⸗ gen um ſeine Bruſt und Schultern ein ſtarkes Seil, und ließen ihn dann in ein tiefes, finſteres Loch hinab, wo die Luft ſo ſchwer und drückend war, daß Paul ſie kaum athmen konnte. Wie tief ſie ihn hinunter gleiten ließen, konnte er nicht genau beurtheilen, doch ſchien ihm mehr als Eine Sekunde verſtrichen zu ſein, als er endlich auf dem Boden der brunnen⸗artigen Grube an⸗ langte. Er fiel ziemlich hart auf. Dann glitt das Seil unter ſeinen Schultern weg, und ehe er's ergreifen