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Zweites Kapitel. Klopfet an, ſo wird Euch aufgethan.
Matth. 7. 8.
Der Funke, den der alte Lorenz in die Seele Pauls geworfen hatte, erloſch nicht wieder, ſondern fachte eine helle Flamme an, einen wahren Feurreifer, welcher den wackeren Burſchen zu den äußerſten An⸗ ſtrengungen ſpornte. Burgmüllers Friedl, auch der Spanier von ſeinen Kameraden genannt, weil er mehrere Jahre auf der pyrenäiſchen Halbinſel gelebt hatte, zeigte ſich ſogleich und herzlich gern bereit, der Lehrmeiſter Pauls in der Spaniſchen Sprache zu wer⸗ den, und ſchon am nächſten Tage fingen die Lectionen an. Der ehrliche Friedl war freilich, wie ſich bald zeigte, ein ziemlich unbeholfener Lehrer, aber der gute Wille erſetzte manchen anderen Mangel, und außerdem wußte Friedl gerade da am meiſten Beſcheid, wo es für Paul am nützlichſten war. Friedl war ſelbſt Berg⸗ mann, hatte in Spanien faſt nur mit Bergleuten ver⸗ kehrt, alſo kannte er gerade die bergmänniſche Sprache ganz genau, und Paul erlernte die hierauf bezüglichen und darin vorkommenden Ausdrücke mit der größten Gründlichkeit.—
Dabei wurde jedoch auch das kleine Bergwerk nicht verſäumt, das der alte Lorenz wirklich in der Rumpel⸗ kammer vorgefunden hatte,— allerdings in ſehr ſchlech⸗ ten Umſtänden, denn Vieles war daran zerbrochen, Anderes verſtäubt und verblichen, und noch Anderes
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