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Jeder ist seines Glückes Schmied : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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ſich auf einmal in die Unmöglichkeit verſetzt ſahen, ferner noch die Schule zu beſuchen, da die Mutter kein Schul⸗ geld mehr bezahlen konnte. Wie ſie da weinte, die arme Mutter! Ihre Thrä⸗ nen floſſen früh und ſpät, und netzten ſelbſt während der Nacht noch ihr Kiſſen.

Und nicht genug an dem Einen Unglück, es ſollte noch ein Zweites dazu kommen.

Paul, der älteſte Sohn der Wittwe, der mittler⸗ weile zu einem kräftigen, ſchlanken Jünglinge heran⸗ gewachſen war, hatte ſchon ſeit Jahr und Tag im Bergwerke mit gearbeitet, denn er wollte, wie ſein ſeliger Vater, ein Bergmann werden. Eines Tages

aber kam er mit einem finſteren Geſicht nach Hauſe, und ſo bleich ſah er aus, daß die Mutter ihn kaum erblickte, als ſie auch ſchon mit einem Ausrufe des Schreckens von ihrem Sitze aufſprang, wo ſie mit fleißigen Händen Spitzen geklöppelt hatte.

.»Paul, mein Kind!« rief ſie ihm entgegen.Was, um Gottes willen, iſt geſchehen?«

»Nichts weiter, Mutter,« entgegnete der junge Burſch, als daß heute die Hälfte der Bergleute verabſchiedet iſt, und ich mit. Nun bin ich wieder brodlos, und muß dir zur Laſt liegen.«

Die arme Mutter wurde noch bläſſer, als ihr Sohn, ein Krampf zog ihr Herz zuſammen und mit einem

Seufzer herber Beklemmung ſank ſie auf ihre Holzbank 3 zurück. Sie war einer Ohnmacht nahe, bis endlich ein Thränenſtrom ihr bedrücktes Gemüth erleichterte, und ihr die verlorene Faſſung zurückgab. 3

»Nun denn, wie Gott will,« ſagte ſie mit leiſer Stimme.Wir haben tapfer gegen das Unglück