und doch Jahr um Jahr immer mehr bedurften und alſo immer größere Ausgaben veranlaßten? Das waren Fragen, die häufig ſchwer das Herz der Mutter be⸗ drückten, weil ſie keine andere befriedigende Antwort„ darauf zu finden vermochte, als nur das eine:„Am Ende wird ja der liebe Gott für Alles Porgen! Der feſte Glaube hieran war wohl gut und herr⸗ lich,— aber freilich, er war nicht immer gleich feſt in dem Herzen der armen, ſorgenden Mutter, und wenn die bangen Zweifel kamen, dann kamen auch die bangen, ſchweren Sorgen zugleich, und viele trübe und traurige Gedanken brüteten manches Mal hinter der Stirn der armen Mutter, von denen die ſorgloſen Kinder nicht die entfernteſte Ahnung hatten. Indeß, Gott ſorgte wirklich, ſorgte väterlich zwei, drei Jahre lang, bis dann endlich aber doch wieder ſchlimme Tage kamen, ſchlimmere, als die arme Frau Arnold ſeit dem Tode ihres Mannes erlebt hatte. Daran war der Krieg ſchuld. Das Land gerieth in Feindes Hand, und mit ihm die Bergwerke. Mancherlei Veränderungen traten ein. Auch die arme Wittwe Arnold wurde davon betroffen, denn ſie verlor ihren kleinen Wittwen⸗Gehalt, der ohne Rückſicht auf die unglückliche Lage der Wittwe von den neuen Machthabern geſtrichen und trotz ihrer Bitten und Vorſtellungen nicht mehr ausgezahlt wurde. Das war ein harter Schlag und ein ſchwerer Ver⸗ luſt! Fünfzig Thaler im Jahre ſind für Manchen nicht viel, aber für die arme Wittwe mit ihren fünf Kindern waren dieſe fünfzig Thaler faſt Alles, waren für Gegen⸗ wart und Zukunft, die ganze Zukunft ihrer Kinder, die
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Jeder ist seines Glückes Schmied : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
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