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Jeder ist seines Glückes Schmied : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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ihres ſeligen Mannes räumen mußte, ſo miethete ſie das kleine Häuschen draußen ganz am Ende der Vor⸗ ſtadt, wo ſie nur einen ganz geringen Miethszins zu geben brauchte, und dann verkaufte ſie alle Möbel und* alles Hausgeräth, das für ihre jetzigen geringen Ver⸗ hältniſſe nicht mehr paßte. Es war ihr freilich recht ſchwer, ſich von ſo manchem lieb gewordenen Stücke zu trennen; aber Vernunft und Nothwendigkeit erforderten es, und dies genügte für Frau Arnold, um jede bittere Regung gleich im Keime zu erſticken und neben allem andern Kummer nicht auch noch einen überſtüſſigen Schmerz aufkommen zu laſſen. Nach dem Verkaufe richtete ſie ſich häuslich ein, und zwar ſo beſcheiden, ſo ganz nur auf das Allernöthigſte ſich beſchränkend, daß manche Freunde ihres verſtorbenen Mannees ſie faſt darum tadelten. Aber Frau Arnold blieb feſt. 4 Es iſt wahr,« erwiederte ſie ſtets auf ſolche Be⸗ merkungen,ich könnte mir vielleicht Dies und Jenes bequemer machen, aber armen Leuten wie uns geziemt es, vor Allem ſparſam zu ſein. Das Geld, das ich für Ueberflüſſiges ausgeben müßte, kann beſſer geſpart werden für meine Kinder. bie haben keinen Vater mehr, nun muß ich für ſie ſorgen. Bequemlichkeiten kann ich entbehren, aber die Kinder können zum Bei⸗ ſpiel nicht die Schule entbehren. Sie müſſen lernen, wenn etwas Rechtes aus ihnen werden ſoll, und die Schule haben ſie nicht umſonſt. Darum ſpar' ich, und darum werd' ich auch arbeiten, ſo viel in meinen Kräften ſteht! Das iſt meine Pflicht, und ſeine Pflicht muß der Menſch erfüllen, ſo hart es ihn auch ankommen mag.« So ſprach die wackere Frau, und ſo handelte ſie aauch. Alles für die Kinder, nichts für ſi