Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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Friſt die Wonne verſprach und gewährte, ein En⸗ kelchen auf ihren Knieen zu wiegen.

Bei dem Mönchen des Kloſters im Walde von Gautery, wo Victor Deleſſers beerdigt worden war, erhob ſich noch auf Herrn Frédérics Veranlaſſung ein prächtiges Denkmal von italieniſchem Marmor über ſeines Sohnes Grabe, und dorthin pilgerte Flo⸗ rine von Stein bald nach ihrer Ankunft in Hel⸗ vetien, eine Pilgerfahrt, die ſie alljährlich an ihres Gatten Seite wiederholte.

Herr Werner Schilling blieb nicht lange beim Bau der neuen Stadtmauer ſeiner Vaterſtadt, die ſich ſtattlich und thürmereich erhob, ſondern kehrte nach Schwaben zurück, wo ſich eine ferne Aus⸗ ſicht zeigte, in dem eben ausgebrochenen Kriege zwi⸗ ſchen Herzog Friedrich von Oeſterreich und einigen Reichsfürſten vermöge ſeines klugen und berech⸗ nenden Kopfes etwas zu gewinnen. Er gewann nichts als die Genugthuung, zwei in den ver⸗ ſchiedenen, einander gegenüberſtehenden Feldlagern eingefangene Kundſchafter hängen zu ſehen. In einem derſelben entdeckte er den Anführer ſeiner ehemaligen Söldlingsſchaar und, weiter zurückgehend in der Erinnerung, den luſtigen Hans, der ſich auf jener für ihn ſo unglücklichen Reiſe durch die Grafſchaft