Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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Ehrbarkeit betrachtete. Darum bitte ich wiederholt, entfernt mich, ſendet mich auf den Schauplatz des Krieges, wo mitzuſtreiten mir noch nicht vergönnt war. Mein Wort, daß ich Euerer Erlaubniß keine Schande machen will.

Guter Bu', entgegnete Furter mit einem Antlitz, das ernſter blickte als gewöhnlich, namentlich, wenn er mit ſeinem Günſtling, dem Rathsknappen, ſprach, ich weiß, daß Du es ehrlich meinſt, und ſchätze Dich hoch darum, wie Du weißt; deßhalb will ich mir die Mühe geben, mit Dir zu reden, als ſpräche ich mit meinesgleichen an Alter und Rang. Es iſt wahr, dem Werner geſchieht Unrecht, aber es geht nicht anders; wir können uns in dieſem Augenblick ſeiner nicht annehmen, noch weniger die Ehre und den Ruf unſeres Staates oder eines ſeiner Angehörigen, was der Aarburger doch iſt, preisgeben. Iſt er der Schuldige, ſo ſoll er der wohlverdienten Strafe nicht entgehen, dieſe Verſicherung gebe ich Dir, aber erſt ſeiner Zeit, und dieſe Zeit iſt noch nicht.

Und warum? erlaubte ſich Egon zu fragen.

Weil, fuhr der Rathsſchreiber fort, in dieſem Augenblicke die Augen der Welt, mindeſtens ganz Helvetiens, auf uns gerichtet ſind, weil ein Nachbarfürſt, wenngleich noch ein Knabe, doch