Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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Höflichkeit, verbunden mit jener feinen Art und

Weiſe, die man ſo gern als Attribut eines höheren

Standes bezeichnet, Allen in die Augen ſprang und für ihn einnahm. Der alte Furter flüſterte ſeine Bemerkungen darüber in des Amtmanns Ohr, wollte jedoch ſeinen Glauben oder Unglauben an die vorgegebene Abſtammung des jungen Men⸗ ſchen noch zurückhalten. Florine konnte Frau Hed⸗ wigs und Mariens herzlichen und gütigen Empfang nicht lange widerſtehen; bald begann ſie ſich heimiſch und behaglich hier zu fühlen, ſie durfte an der mütterlichen Bruſt Frau Hedwigs um den geliebten Bruder klagen und weinen, und dieß hob ſie ſchnell über die kalte Scheidewand hinweg, die ſonſt Fremde wohl bei der erſten Bekanntſchaft noch zu trennen pflegt. Alles geſchah, um den die Theilnahme ſo ſehr erweckenden Fremden zu dienen, ſie zu laben, zu ſtär⸗ ken; man trug ihnen und ihrem Beſchützer und Freund Egon ein neues Mahl auf, und ſie langten mit recht geſunder Eßluſt zu, als die Thüre ſich öffnete und unter des Rüſtmeiſters Anführung eine Schaar von Männern, einer hinter dem anderen gehend, langſam um die Tafel geführt ward. Plötzlich ſprang Thibaut auf und lief zu einem von ihnen. Guten Abend, Bernard, rief er, ſteh