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Foerzuͤrnen. Gleichviel, ich muß reden, Ihr werdet mich nicht verſtoßen und mir um der Qualen willen, die ich leide, verzeihen. Wiſſet denn— O woher nehme ich den Muth, es Euch zu geſtehen, daß eine heiße, flammende Liebe gegen den edelſten und ſchönſten aller Jünglinge in meinem Herzen brennt.
Nun wohl, ſagte die Amtmännin, als Marie hier wieder ſtockte, der Rüſtmeiſter kann ſich Deines Urtheils freuen, er iſt gewiß ein wackerer Mann, obwohl ich finde, daß die Liebe ſeines jungen Weib⸗ chens, ihre Leidenſchaft bei dieſem Bilde von ihm ein wenig den Pinſel geführt hat.
Nicht er, alle ihr Heiligen, nicht Kunibert. Ihr wollt mich nicht verſtehen, Mutter. So muß es denn über meine Lippen. Egon iſt es, den ich liebe, in meinem Herzen trage, vergöttere,— und ich gehöre einem Anderen! Nun urtheilt von meinen Leiden, edle Frau.
Egon?! Armes Kind, aber Du haſſeſt ihn ja, Du grollſt, Du zürneſt ihm—
Was wollte ich Aermſte thun, als dieſe Liebe anfing alle meine Gedanken, meine Traͤume ſelbſt zu erfüllen, als mir und Anderen einzureden, ich ſei dem Herrn meiner Seele, dem König meines Herzens


