Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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So nahte der Abend, und Egon verkehrte noch immer mit dem Vater, der des Sohnes einmal ſo recht genoß; Frau Hedwig aber reichte der Kranken einen ſelbſt bereiteten Kühltrank; da erhob ſich dieſe plötzlich und flüſterte, das Haupt an der Pflege⸗ mutter Bruſt geſchmiegt: So es ſein kann, theuere Frau Baſe, laßt die Kinder ein wenig hinausgehen; ich habe Euch etwas zu ſagen, was keinen weiteren Zeugen verträgt. Schweigen würde ich, aber bei meinem jetzigen Zuſtande wäre es möglich, daß ich ſtürbe und ſo mit einer Lüge gegen Euch aus dieſer Welt ginge.

Unter einem paſſenden Vorwande ſchickte Frau Hedwig ihre junge Tochter fort, die Knaben waren längſt draußen, und näherte ſich dann der Leidenden. Um Gott, ſagte ſie, was werde ich wieder hören müſſen?! Ich geſtehe, Marie, daß Du ſeit geſtern mein Herz ungewöhnlich aufregſt und ängſtigſt durch Alles, was ich von Dir vernehme und ſehe, auch durch Dein kaltes und unſchweſterliches Be⸗ 4 nehmen gegen unſeren Goni, Deinen Bruder.

Ach theuere, theuere Mutter, rief Marie und er⸗ griff die Hand der Amtmännin, wäre er das! Was ich Euch ſagen will, wird Euch vielleicht wieder ausſöhnen, vielleicht noch mehr gegen mich