Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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blieb, als der Held des Tages, Egon, jetzt alsbald dem Ehepaare entgegentrat, dem Gatten die Hände ſchüttelte und ſagte: Wahrlich, Kunibert, Du biſt ein Mann von Geſchmack und Glück, daß Du eine ſo ſchöne und edle Hausfrau errungen haſt, wie mein Bäsli iſt, und dazu eiferſüchtig biſt auf ſolchen Schatz, wie Du mir geſagt haſt. Siehe, das nehme

iicch Dir nicht übel, vielmehr nähme ich Dir es übel,

wenn Du es nicht wäreſt. Aber auf den Bruder, auf Deinen und ihren Bruder darfſt Du es nicht ſein und nicht etwa ſchel ſehen, wenn ich Marien ein kleines Geſchenk übergebe, das ich auf der Durchreiſe durch Genf bei einem der dortigen kunſt⸗ reichen Goldſchmiede für ſie kaufte. Und Ihr, ſchöne Baſe, Du, Marie, geſtatte mir, dieß Kreuzlein an goldener Kette um Deinen Hals zu hängen, und gönne ihm ein Plätzchen an Deiner keuſchen Bruſt eben ſo wie mir ein ganz kleines Räumlein in Deinem Herzen.

Er zog bei dieſen Worten das Kleinod aus ſeiner Bruſttaſche, machte es geſchickt von der Hülle frei, in der es ſich befand, und bald ſpielte der Sonne Strahl in dem Golde und dem ſchön gefaßten Steinlein in ſeiner Hand; er näherte nun dieſe Hand Marien, und ehe ſie es ſich verſah, war ſie ge⸗