rrie den Finger einer gütigen er ickſalen Ulerichs von Würtemberg, und ſie ſegneten eem Auge des Sterblichen die Zukunft verhüllt und auch hier wie immer durch Nacht zum Lichte führte.
Der Name der Lichtenſtein im Würtemberger Land ging mit dem alten Ritter zu Grabe; doch erlebte er noch im hohen Alter die Freude, ſeine blühenden Enkel waffenfähig zu ſehen. So geht Geſchlecht um Geſchlecht über die Erde hin, das Neue verdrängt das Alte, und nach dem kurzen Zeitraum von fünfzig oder hundert Jahren ſind biedere Männer, treue Herzen vergeſſen; ihr Gedächtniß übertönt der ranſchende Strom der Zei⸗ ten, und nur wenige glänzende Namen tauchen auf aus den Fluten des Lethe, und ſpielen in ihrem ungewiſ⸗ ſen Schimmer auf den Wellen. Doch wohl dem, deſſen Thaten jene ſtille Größe in ſich tragen, die den Lohn in ſich ſelbſt findet, und ohne Dank bei der Mitwelt, ohne Anſprüche auf die Nachwelt entſteht, ins Leben tritt— verſchwindet. So iſt auch der Name des Spielmanns von Hardt verklungen, und nur leiſe Nachklänge von ſeinem Wirken wehen uns an, wenn die Hirten der Gegend die Ulerichshöhle zeigen und von dem Mann ſprechen; der ſeinen unglücklichen Herzog hier verbarg; ſo ſind ſelbſt jene romtantiſchen Züge aus Ulerichs Le⸗ ben zur Fabel geworden, der Geſchichtſchreiber ver⸗ ſchmäht ſie als unweſentliche Außendinge, und ſie er⸗ ſcheinen uns nur, wenn man auf den Höhen von Lich⸗ tenſtein von dem Herzog erzählt, der allnächtlich vor das Schloß kam, und wenn man uns auf der Brücke


