Gold, und der vierte des Herzogs Schlachtſchwert. Sie bekleideten den Herzog mit dem Fürſtenmantel von purpurrothem Sammt, mit Hermelin verbrämt. Sie reichten ihm den Hut, der die ſchwarz und gelbe Farbe des Hauſes Würtemberg in reichen wehenden Federn zeigte, dieſe wurden zuſammen gehalten von einer Agraffe aus Gold und Edelſteinen, die eine Grafſchaft werth waren. Der Herzog bedeckte ſein Haupt mit die⸗ ſem Hut. Seine kräftige Geſtalt ſchien in dieſem fürſt⸗ lichen Schmuck noch erhabener als zuvor, und die freie majeſtätiſche Stirne, das glänzende Auge ſah gebietend unter den wallenden Federn hervor. Er ließ ſich die Kette umhängen, ſteckte das Schlachtſchwert an, und winkte ſeinem Kanzler, aufzubrechen.
Noch immer ſprach der Ritter von Lichtenſtein kein Wort. Mit bekümmerter Miene hatte er dieſen An⸗ ſtalten zugeſehen und ſich dann abgewendet. Der Her⸗ zog ſchritt mit leichtem Neigen des Hauptes an dem alten Ritter vorüber zur Thüre, und die wunderliche Figur des Kanzlers Ambroßus Volland folgte ihm mit majeſtätiſchen Schritten. Hatte der Herr den Alten nicht gegrüßt, glaubte auch der Kanzler ihm dies nicht ſchuldig zu ſein. Er warf nur einen tückiſchen Blick nach dem Platz hinüber, wo Jener noch immer ſtand, und ſein großer, zahnloſer Mund verzog ſich zu einem höhniſchen Lächeln. In der Thüre ſtand der Herzog ſtille, er ſah rückwärts, ſeine beſſere Natur ſchien über ihn zu ſiegen, er kehrte zur Verwunderung des Kanz lers zurück und trat zu Lichtenſtein. „Alter Mann!“ ſagte er, indem er vergeblich


