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Pact des Stillſtandes; aber ich ſehe, daß Ihr im Feld bauet. Georg von Frondsberg rief:„„So es geſche⸗ hen, iſt es ohne meinen Befehl geſcheben; wer biſt Du?““ Da antwortete der im Schloß:„„Ich bin Ludwig von Stadion.““ Drauf lächelte der Bündiſche und ſtrich ſich den Bart.„„Iſt's alſo, wie Du ſagſt,“à rief er,„„ſo will ich's wenden.““ ritt zu ein paar Schanzkörben und warf ſie um. Dann rief er dem Stadion zu, mit einigen Rittern herabzukommen und mit einander einen Trunk zu thun**
„Und ſie kamen?“ rief der Herzog.„Die Ehrver⸗ geſſenen kamen?“
„Auf dem Schloßberg vor dem äußerſten Graben iſt ein Platz, dort ſieht man weit ins Land, hinab ins Neckarthal, hinauf die Steinlach, hinüber an die Alb und Zollern, und viele Burgen ſchmücken die Ausſicht. Dorthin ließen ſie einen Tiſch bringen und Bänke, und die Bundesoberſten ſetzten ſich zum Wein. Dann ging das Thor von Hohen⸗Tübingen auf, die Brücke fiel über den Graben und Ludwig von Stadion mit noch ſechs Andern kamen über die Brücke; ſie brachten Eure ſilbernen Deckelkrüge, ſie brachten Eure goldenen Be⸗ cher und Euren alten Wein, ſie grüßten die Feinde mit Gruß und Handſchlag und ſetzten ſich, beſprachen ſich mit ihnen beim kühlen Wein.“
„Der Teufel geſegne es ihnen Allen,“ unterbrach ihn der Ritter von Lichtenſtein, und ſchüttete ſeinen
»„dDer Tüfell gſegen in ollen!“ ſind die Worte des Chro⸗
niſten Stumph rdt, die ibm u willkürlich ent chluünfen, indem er die Unterhandlung der Retter„beim kühlen Wein“ beſchreibt.


