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von Würtemberg. Sei es dieſer ſein Wahlſpruch, ſei es jene Miſchung von Seelengröße, Trotz und wahrer Erhabenheit über das Unglück, was ihm bei ſeinen Zeitgenoſſen den Namen des„Unerſchrockenen“ er⸗ warb— er zeigte ſich von dieſem Augenblick an ſeines Namens würdig.
„Das war das rechte Wort, mein junger Freund,“ ſprach er zur Verwünderung Aller mit feſter Stimme, indem er ſeine Hände ſinken ließ, ſein Haupt ſtolzer aufrichtete, und das alte kriegeriſche Feuer aus ſeinen Augen loderte;„das war das rechte Wort. Ich danke Dir, daß Du mir es zugerufen. Tretet vor, Marx Stumpf, Ritter von Schweinsberg, und berichtet mir über Eure Sendung. Doch reiche mir zuvor einen Becher, Marie!“
„Es war letzten Donnerſtag, daß ich Euch verließ,“ hob der Ritter an;„Hans ſteckte mich in dieſe Klei⸗ dung und zeigte mir, wie ich mich zu benehmen habe. In Pfullingen kehrte ich ein, um zu probtren, ob man mich nicht kenne, aber die Wirthin gab mir ſo gleich⸗ gültig einen Schoppen, als habe ſie den Ritter Stumpf in ihrem Leben nicht geſehen, und ein Rathsherr, den ich noch vor acht Tagen tüchtig ausgeſcholten hatte, trank mit mir, als hätte ich Zeitlebens den Kram auf dem Rücken getragen. Der junge Her dort war auch in der Schenke.“
Der Herzog ſchien ſich an dieſer Erzählung zu zer⸗ ſtreuen; munterer, als man bei ſo großem Unglück hätte denken ſollen, fragte er:„Nun Georg, Du haſt


