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und mir war, als erwache ich jählings aus einem ſchmeichelnden Traume. Wer ſah nicht ſchon ein un⸗ bekanntes Schloß aus einem Morgennebel tauchen? Man muſtert es; es iſt bewohnt, iſt nicht übel ge⸗ baut, iſt vollſtändig unter Dach, aber der Totalein⸗ druck, und hier eine Epheuranke, dort eine unver⸗ mauerte Ritze, hier ein Krähenneſt, dort ein ſchlimmer einſpringender Winkel am Dachſtuhl verkünden laut, es habe ſeine ſchönſte Zeit geſehen. Wenn ein ſolcher Zuſtand einer Baulichkeit herkömmlichermaßen etwas Poetiſches hat, ſo war der analoge Zuſtand meiner Reiſegefährtin nur zu ſehr geeignet, mich in die platte Wirklichkeit zurückzuwerfen; kurz ich hatte ein ziemlich erhaltenes Exemplar einer alten Jungfer vor mir, und die ſchönen ſchwarzen Sterne, die Verführer meiner Einbildungskraft, und die Reminiscenzen einer Ju⸗ gendblüte, die keine Früchte getragen, preßten mir jetzt nur den Seufzer aus: warum kann man ſolche
Brillanten nicht aus der alten Hülſe brechen und
modern faſſen laſſen? Wie mancher Seigneur chate- lain mit jedem Quader, der von den Zinnen ſeines Erbſitzes in den Graben ſtürzt, froher und lebensluſti⸗ ger wird, ſo war meine Unbekannte, wie dies ſo ge⸗ wöhnlich iſt, mit den Breſchen, welche in den Wall ihrer Zähne gefallen waren, regſamer, ihre Zunge geläufiger geworden; denn kaum hatte ſich der Gene⸗ ralsglashändler einen Zipfel der Serviette in das Ordensknopfloch geſteckt, kaum ſtanden die duftenden Cotelettes auf dem Tiſch, ſo ſagte mir die Cadenz ihres quickenden Sprachinſtruments, daß ſie eine mei⸗


