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ner ſüdlichen Landsmänninnen aus den Gränzmarken von Schwaben und Franken ſei, und unbefragt gab ſie uns zum Beſten, wie ſie ihren Herrn Bruder, den Kaufmann Morgenſtern zu Paris, in einer wichtigen Angelegenheit beſuche. Ihr Herr Bruder habe im vorigen Jahre durch die grobe Unwiſſenheit der fran⸗ zöſiſchen Hebammen den Stammhalter des franzöſiſchen Zweiges des Morgenſtern'’ſchen Hauſes verloren; da nun jetzt wiederum nahe Hoffnung zum Aufgang eines neuen Morgenſternes ſei, ſo habe er ſich entſchloſſen, trotz der franzöſiſchen Erziehungskunſt, trotz der Pro⸗ teſtationen von Madame, denſelben à l'allemand auf⸗ gehen zu laſſen, und deßhalb ſie, ſeine Schweſter, berufen, die durch langjährige Praris ſich damit ver⸗ traut gemacht habe, wie in der Morgenſtern'ſchen Fa⸗ milie die Sauglappen gebunden und der Kinderbrei gebraut werde. Zur Bekräftigung ihrer Ausſage, und damit in keinem Winkel unſerer Herzen ein Argwohn über ihren wahren Charakter bleibe, theilte ſie uns
mit triumphirender Miene lithographirte Karten aus,
auf denen in gothiſchen Buchſtaben zu leſen ſtand: Jules Morgenstern, marchand tailleur, palais royal, galerie de bois Nro. 65. à Paris u. ſ. w. Unter die⸗ ſem intereſſanten Geſpräch ging das ſchmackhafte Früh⸗ ſtück vorwärts, alle Details einer deutſchen Wochenſtube wurden beſprochen, mit den franzöſiſchen Inſtituten derſelben Art verglichen. Der Herr Graf, überhaupt ein ſehr leutſeliger Herr, ging mit Herablaſſung und Sachkenntniß in die populäre Materie ein, und ſelbſt die Böhmen fanden beim Artikel der Milchgläſer und
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