Teil eines Werkes 
13. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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Mann ſucht ein Geſpräch mit ihr anzuknüpfen, aber ſie antwortet einſilbig, und dieſe Zurückhaltung freut mich, denn ich kann den feiſten Holländer, ſeit er Spaniſch ſprach, noch weniger leiden als zuvor. Er fährt übrigens mit großer Ruhe fort, ihr den Namen jedes Dorfes zu nennen, das man an der Landſtraße ſieht, und weiß einige Anekdoten von dem Maire von Fouligny, welches eben hinter uns liegt, zu erzählen.

Dabei lacht er aber immer zuerſt, legt, wenn die

Schneide der Anekdote kommt, ſeine Hand zutraulich auf den Arm der jungen Dame, um ſie gleichſam ein⸗ zuladen, ſich ebenfalls mit ihm und den Böhmen halb todt zu lachen, und hält es für keine Beleidigung, wenn ſie(offenbar mit einem Seitenblick auf mich) unwillig ihren Arm zurückzieht.

Der dicke Mann befand ſich gerade mitten in einer Geſchichte, die zu meiner großen Beſorgniß für das zarte Ohr der jungen Dame etwas obſcön zu werden drohte, als man hinter dem Wagen einigemal heftig: Halte, Postillon! halte! rufen hörte; zugleich jagte ein Reiter vorüber, der einen großen Brief empor hielt. Der Wagen hielt, Conducteur und Poſtillon fluchten; der Erſtere ſchwang ſich nach einigem Wort⸗ wechſel von ſeinem Imperial herab und trat dann mit dem großen Brief an unſerem Schlag herauf, muſterte

die Geſellſchaft aufmerkſam, zog ſeine Mütze und bot

den Brief herein. Ich ſaß zunächſt, nahm ihm den Brief aus der Hand und las die Überſchrift: A Mon- sieur Monsieur le Comte Blankenspeer, à Saar- bruk, poste restante, citissimo. Da ſtieg der ſchla⸗