Teil eines Werkes 
13. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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Sieben bis acht Uhr.

Die junge Dame iſt eingeſchlafen oder ſcheint wenigſtens zu ruhen; noch immer iſt ihr Geſicht neidiſch verhüllt. Der junge Schneider an meiner Seite läßt ſeinen großen Hummerkopf bald links bald rechts fallen, ohne aufzuwachen. Aber der junge Burſche im blauen Hemd iſt erwacht, und wunderbar! zwiſchen ihm und dem General oder Oberſt entſpinnt ſich ein Geſpräch; ich lauſche, aber es iſt nicht Engliſch, nicht Deutſch, weder Franzöſiſch noch Holländiſch; am meiſten Ähn⸗ lichkeit hat es mit dem Italieniſchen, und ich würde den Offizier für einen Korſikaner oder einen Veteranen der italieniſchen Armee halten, kämen nicht Worte in ihrem ſchnellen Geſpräche vor, die völlig fremd toönen. Doch muß es wenigſtens nicht die Mutterſprache des Jüngern ſein, denn er ſcheint ſich hie und da auf den rechten Ausdruck zu beſinnen, und der ernſte ältere Mann weist ihn mit einem leichten Lächeln zurecht. Der dicke Holländer iſt jetzt mit tiefem Stöhnen auch erwacht, betrachtet ſeine Nachbarn einen Augenblick aufmerkſam, lauſcht auf ihre Sprache und fragt dann langſam und höflich:Vos este Espaniol, Sefor?

Ahl dachte ich, vielleicht ein edler, vertriebener Spanier, vielleicht ein Genoſſe Minas?

Aber man denke meinen Schrecken, als der Oberſt, der General, Empecinados und Mina's Genoſſe, der intereſſante Mann in öſterreichiſchem Dialekte antwor⸗ tete:Um Vergebung, wir ſind halt böhmiſche Glas⸗ händler, mein Neffe da und ich, und reiſen nach Se⸗ villa, wo ich mit Trink⸗ und Tafelgläſern handle.