Teil eines Werkes 
13. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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er ſich durchſtoßen wollte,da behalte die Kuh ſtatt meiner!

Kaſpar war in einem Augenblick bei ihm, riß ihm das Mordwerkzeug aus der Hand, er faßte das Beil, ſchwang es hoch in der Luft und ließ es mit ſolcher Gewalt auf des geliebten Thieres Kopf fallen, daß es ohne zu zucken und todt zu ſeines Herrn Füßen nieder⸗ ſtürzte.

Ein Blitz, begleitet von einem Donnerſchlage, folgte dieſer raſchen Handlung, und Falke ſtarrte ſei⸗ nen Freund mit den Augen an, womit ein Mann ein Kind anſtaunen würde, das ſich das zu thun getrauet, was er ſelbſt nicht gewagt. Strumpf ſchien aber weder von dem Donner erſchreckt, noch durch das ſtarre Er⸗ ſtaunen ſeines Gefährten außer Faſſung gebracht, ſon⸗ dern fiel, ohne ein Wort zu reden, über die Kuh her und fing an, ihr die Haut abzuziehen. Als Wilm ſich ein wenig erholt hatte, half er ihm in dieſem Geſchäfte, aber mit ſo ſichtbarem Widerwillen, als er vorher be⸗ gierig geweſen war, das Opfer vollendet zu ſehen. Während dieſer Arbeit hatte ſich das Gewitter zuſam⸗ mengezogen, der Donner brüllte laut im Gebirge, und furchtbare Blitze ſchlängelten ſich um den Stein und über das Moos der Schlucht hin, während der Wind, welcher dieſe Höhe noch nicht erreicht hatte, die un⸗ tern Thäler und das Geſtade mit wildem Heulen er⸗ füllte. Und als die Haut endlich abgezogen war, fan⸗ den beide Schiffer ſich ſchon bis auf die Haut durchnäßt. Sie breiteten jene auf dem Boden aus, und Kaſpar wickelte und band Falken, ſo wie dieſer es ihn gehei⸗