Teil eines Werkes 
13. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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Hand werden ſollte, die ihm bisher ſeine Nahrung ge⸗ reicht. Mit Mühe kamen ſie in das enge ſumpfige Bergthal, welches hier und da mit Moos und Heide⸗ kraut bewachſen, mit großen Steinen überſäet war, und von einer wilden Gebirgskette umgeben lag, die ſich in grauen Nebel verlor, und wohin der Fuß eines Menſchen ſich ſelten verſtieg. Sie näherten ſich auf wankendem Boden einem großen Stein, welcher in der Mitte ſtand, und von welchem ein verſcheuchter Adler krächzend in die Höhe flog. Die arme Kuh brüllte dumpf, als erkenne ſie die Schreckniſſe des Ortes und das ihr bevorſtehende Schickſal; Kaſpar wandte ſich weg, um ſich die ſchnellfließenden Thränen abzuwiſchen. Er blickte hinab durch die Felſenöffnung⸗ durch welche ſie heraufgekommen waren; von wo aus man die ferne Brandung des Meeres hörte; und dann hinauf nach den Berggipfeln, auf welche ſich ein kohlſchwarzes Ge⸗ wölk gelagert hatte, aus welchem man von Zeit zu Zeit ein dumpfes Murmeln vernahm. Als er ſich wie⸗ der nach Wilm umſah, hatte dieſer bereits die arme Kuh an den Stein gebunden und ſtand mit aufgehobe⸗ ner Art im Begriff, das gute Thier zu fällen.

Dies war zuviel für ſeinen Entſchluß, ſich in den Willen ſeines Freundes zu fügen. Mit gerungenen Händen ſtürzte er ſich auf die Kniee.Um Gottes wil⸗ len, Wilm Falke! ſchrie er mit der Stimme der Ver⸗ zweiflung,ſchone Dich, ſchone die Kuh! ſchone Dich und mich! ſchone Deine Seele! Schone Dein Le⸗ ben! Und mußt Du Gott ſo verſuchen, ſo warte bis