Teil eines Werkes 
13. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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5 8. zu ſuchen. Dieſe Höhle, welche die Einwohner die Höhle von Steenfoll nennen, beſteht aus einem langen unterirdiſchen Gange, welcher ſich mit zwei Mündungen gegen das Meer öffnet und den Wellen einen freien Durchgang läßt, die ſich beſtändig mit lautem Brüllen ſchäumend durch denſelben hinarbeiten. Dieſe Höhle war nur an einer Stelle zugänglich, und zwar durch eine Spalte von oben her, welche aber ſelten von je⸗ mand Anderem, als muthwilligen Knaben, betreten ward, indem zu den eigenen Gefahren des Ortes ſich noch der Ruf eines Geiſterſpuks geſellte. Mit Mühe ließ Wilm ſich in denſelben hinab und nahm ungefähr zwölf Fuß tief von der Oberfläche auf einem vor⸗ ſpringenden Stein, und unter einem überhängenden Felſenſtück Platz, wo er mit den brauſenden Wellen unter ſeinen Füßen und dem wüthenden Sturm über ſeinem Haupte in ſeinen gewöhnlichen Gedankenzug verfiel, nämlich von dem geſcheiterten Schiff, und was für ein Schiff es wohl geweſen ſein möchte; denn trotz allen ſeinen Erkundigungen hatte er ſelbſt von den älteſten Einwohnern von keinem an dieſer Stelle ge⸗ ſcheiterten Fahrzeuge Nachricht erhalten können. Wie lange er ſo geſeſſen, wußte er ſelbſt nicht; als er aber endlich aus ſeinen Träumereien erwachte, entdeckte er, daß der Sturm vorüber war; und er wollte eben wie⸗ der emporſteigen, als eine Stimme ſich aus der Tiefe vernehmen ließ und das Wort Car⸗mil⸗han ganz deutlich in ſein Ohr drang. Erſchrocken fuhr er in die Höhe und blickte in den leeren Abgrund hinab.Großer

Gott! ſchrie er,das iſt das Wort, das mich in mei⸗