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Küſte zu, wo er nicht ſein Netz nach Fiſchen, ſondern eine eigends dazu verfertigte Schaufel— nach Gold auswarf. Aber er fand Nichts, als Armuth; denn er ſelbſt verdiente Nichts mehr, und Kaſpars ſchläfrige Bemühungen reichten nicht hin, ſie Beide zu ernähren. Im Suchen größerer Schätze verſchwand nicht nur das gefundene Gold, ſondern allmählig auch das ganze Ei⸗ genthum der Junggeſellen. Aber ſo wie Strumpf früher ſtillſchweigend von Falke den beſten Theil ſeiner Nah⸗ rung hatte erwerben laſſen, ſo ertrug er es auch jetzt ſchweigend und ohne Murren, daß die zweckloͤſe Thätig⸗ keit deſſelben ſie ihm jetzt entzog; und gerade dieſes ſanftmüthige Dulden ſeines Freundes war es, wäs jenen nur noch ſtärker anſpornte, ſein raſtloſes Suchen nach Reichthum noch mehr fortzuſetzen. Was ihn aber noch thätiger machte, war, daß, ſo oft er ſich zur Ruhe niederlegte, und ſeine Augen ſich zum Schlummer ſchloſſen, Etwas ihm ein Wort ins Ohr raunte, das er zwar ſehr deutlich zu vernehmen glaubte, und das ihm jedesmal daſſelbe ſchien, das er aber niemals be⸗ halten konnte. Zwar wußte er nicht, was dieſer Um⸗ ſtand, ſo ſonderbar er auch war, mit ſeinem jetzigen Streben zu thun haben könne; aber auf ein Gemüth, wie Wilm Falke'’s, mußte Alles wirken, und auch dieſes geheimnißvolle Flüſtern half ihn in dem Glauben be⸗ ſtärken, daß ihm ein großes Glück beſtimmt ſei, das er nur in einem Goldhaufen zu finden hoffte.
Eines Tages überraſchte ihn ein Sturm am ufer, wo er die Goldkugel gefunden hatte, und die Heftigkeit deſſelben trieb ihn an, in einer nahen Höhle Zuflucht
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