12⁴4 mit vereinigten Kräften gegen die Thüre und ſpreng⸗ ten ſie auf.
Sie ſtiegen die Treppe hinan, aber oben fanden
ſie keinen Menſchen mehr. Die ganze Schiffsmannſchaft 3
hatte ſich in Böten gerettet. Jetzt geriethen die mei⸗ ſten Gefangenen in Verzweiflung; denn der Sturm wüthete immer heftiger, das Schiff krachte und ſenkte ſich. Noch einige Stunden ſaßen ſie auf dem Verdeck und hielten ihre letzte Mahlzeit von den Vorräthen, die ſie im Schiff gefunden, dann erneuerte ſich auf ein⸗ mal der Sturm, das Schiff wurde von der Klippe, worauf es feſt ſaß, hinweggeriſſen und brach zuſammen.
Said hatte ſich am Maſt angeklammert und hielt ihn, als das Schiff geborſten war, noch immer feſt. Die Wellen warfen ihn hinaund her, aber er hielt ſich, mit den Füßen rudernd, immer wieder oben. So ſchwamm er in immerwährender Todesgefahr eine halbe Stunde, da fiel die Kette mit dem Pfeifchen wieder aus ſeinem Kleid, und noch einmal wollte er verſu⸗ chen, ob es nicht töne. Mit der einen Hand klammerte er ſich feſt, mit der andern ſetzte er es an ſeinen Mund, blies, ein heller, klarer Ton erſcholl, und
augenblicklich legte ſich der Sturm, und die Wellen
glätteten ſich, als hätte man Ol darauf ausgegoſſen. Kaum hatte er ſich mit leichterem Athem umgeſehen, ob er nicht irgendwo Land erſpähen könnte, als der Maſt unter ihm ſich auf eine ſonderbare Weiſe auszu⸗ dehnen und zu bewegen anfing, und zu ſeinem nicht geringen Schrecken nahm er wahr, daß er nicht mehr auf Holz, ſondern auf einem ungeheuren Delphin
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