123 fen, und dort ſtießen und ſchlugen ſie ſich um die beſten Plätze.
Die Anker wurden gelichtet, und Said weinte bit⸗ tere Thränen, als das Schiff, das ihn von ſeinem Vaterland entführen ſollte, ſich zu bewegen anfing. Nur einmal des Tages theilte man ihnen ein wenig Brod und Früchte und einen Trunk ſüßen Waſſers aus, und ſo dunkel war es in dem Schiffsraum, daß man immer Lichter herabbringen mußte, wenn die Gefangenen ſpeiſen ſollten. Beinahe alle zwei, drei Tage fand man einen Todten unter ihnen, ſo unge⸗ ſund war die Luft in dieſem Waſſerkerker, und Said wurde nur durch ſeine Jugend und ſeine feſte Geſund⸗ heit erhalten.
Vierzehn Tage waren ſie ſchon auf dem Waſſer, als eines Tages die Wellen heftiger rauſchten, und ein ungewöhnliches Treiben und Rennen auf dem Schiffe entſtand.
Said ahnete, daß ein Sturm im Anzuge ſei; es war ihm ſogar angenehm, denn er hoffte dann zu ſterben..
Heftiger wurde das Schiff hin und her geworfen, und endlich ſaß es mit ſchrecklichem Krachen feſt. Ge⸗ ſchrei und Geheul ſcholl von dem Verdeck herab und miſchte ſich mit dem Brauſen des Sturmes. Endlich wurde es wieder ſiille, aber zu gleicher Zeit entdeckte auch einer der Gefangenen, daß das Waſſer in das Schiff eindringe. Sie pochten an die Fallthüre nach oben, aber man antwortete ihnen nicht. Als daher das Waſſer immer heftiger eindrang, ſtemmten ſie ſich


